Besuch – Berliner Museumsinsel

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die verschiedenen Museen auf der Berliner Museumsinsel vor, die entweder einzeln besucht werden können oder Sie haben die Möglichkeit, bei Erwerb eines Tages-Passes, alle Museen auf der Insel aufsuchen zu können.

Bode-Museum

Museumsschloss an der Inselspitze
Wie ein Wasserschloss erhebt sich das Bode-Museum an der nördlichen Spitze der Museumsinsel über die Spree. Der prächtige Bau wurde 2006 nach einer mehrjährigen Generalinstandsetzung glanzvoll wiedereröffnet. Verantwortlich war die Architektengemeinschaft Heinz Tesar / Atelier Christoph Fischer. Das Bode-Museum wurde 1898 bis 1904 durch Ernst Eberhard von Ihne als Kaiser-Friedrich-Museum errichtet. Es beherbergt heute die Skulpturensammlung mit Werken bis um das Jahr 1800 und das Museum für Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett.

Das Bode-Museum ist Standort der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Die Präsentation der Skulpturen wird in Anspielung auf Wilhelm von Bodes ursprüngliches Ausstellungskonzept durch einige Werke der Gemäldegalerie ergänzt. Das Münzkabinett präsentiert sich mit eigenen Ausstellungsräumen im Obergeschoss und einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Studiensaal in unmittelbarer Nähe des Tresors im Souterrain. Das Bode-Museum wurde schon bei seiner Gründung als Museumsgebäude für Gemälde und Skulpturen konzipiert.

Der von 1898 bis 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum errichtete Prachtbau trägt seit 1956 den Namen seines Begründers Wilhelm von Bode. Im Zweiten Weltkrieg wurden unter anderem beide Kuppeln schwer beschädigt. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren schon 1951 so weit behoben, dass der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Nach mehrjähriger Generalinstandsetzung wurde das Bode-Museum 2006 wiedereröffnet.

Adresse: Am Kupfergraben in 10117 Berlin

Sonstige Informationen

Der Eintrittspreis / der Tages-Pass wird pro Person berechnet.

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Alte Nationalgalerie

Das erste wiedereröffnete Haus
Die Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie im Dezember 2001 bildete den Auftakt für die Erneuerung der Museumsinsel, der architektonisch, denkmalpflegerisch und konzeptuell Maßstäbe setzte. Für die Generalsanierung verantwortlich war das Architekturbüro HG Merz. Das auf Skizzen von Friedrich Wilhelm IV. zurückgehende Gebäude wurde von Friedrich August Stüler in den Jahren 1862 bis 1865 entworfen. Nach seinem Tod realisierte Johann Heinrich Strack den imposanten Bau. 1876 wurde er als Nationalgalerie eröffnet. Heute wie damals werden in dem Haus Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts präsentiert.

Die heutige Alte Nationalgalerie wurde zur Zeit Ihrer Erbauung als Ort für die damals zeitgenössische Kunst konzipiert. Zunächst beherbergte sie nur deutsche Kunst zwischen Aufklärung und Impressionismus. Um 1900 öffnete sich die Sammlung auch der französischen Malerei. Das neue, international ausgerichtete Konzept zog einschneidende bauliche Veränderungen im Inneren des Gebäudes nach sich und schuf zusätzlichen Ausstellungsraum. Heute spannt sich der Bogen von Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Schadow über Carl Blechen und Adolph Menzel bis zum französischen Impressionismus mit Edouard Manet und Paul Cézanne. Lovis Corinth und der junge Max Beckmann markieren die Schnittstelle zur Moderne und zur Neuen Nationalgalerie am Kulturforum.

Mit der Nationalgalerie integrierte Stüler ein tempelartiges Gebäude in seinen Gesamtentwurf einer Freistätte für Kunst und Wissenschaft. Von 1862 bis 1865 entwickelte er daraus den Entwurf der Nationalgalerie. Das 1876 eröffnete Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Schwere Schäden erlitten vor allem das Dach, die Treppenhalle, die Freitreppe und mehrere Innenräume. Bereits 1949 konnte das Ausstellungshaus in einigen Bereichen jedoch wieder geöffnet und ab 1950 auf beiden Ebenen besucht werden. 1968 errichtete Mies van der Rohe am Potsdamer Platz die Neue Nationalgalerie. Mit der Wiedervereinigung und der Zusammenführung der Sammlungen wurde aus der Nationalgalerie auf der Museumsinsel schließlich die Alte Nationalgalerie.

Adresse: Bodestr. 1-3 in 10117 Berlin

Sonstige Informationen

Der Eintrittspreis / der Tages-Pass wird pro Person berechnet.

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Altes Museum

Der Ursprungsort der Museumsinsel
Das Alte Museum ist der erste Museumsbau Berlins und Keimzelle der Museumsinsel. Erbaut wurde es von 1823 bis 1830 durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel. Als eines der bedeutendsten Bauwerke klassizistischer Architektur wirkte das Alte Museum bis weit ins 20. Jahrhundert hinein stilbildend. Das Alte Museum beherbergt die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Einzelne Maßnahmen zu seiner Sanierung wurden bereits ergriffen. Die umfassende Grundinstandsetzung des Alten Museums im Sinne des Masterplans Museumsinsel steht noch aus. Die Planungen dafür wurden vom Büro Hilmer & Sattler und Albrecht angefertigt.

Heute und in Zukunft wird im gesamten Alten Museum wieder die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin präsentiert. Im Hauptgeschoss wird seit 2011 die griechische Kunst in einer Neuaufstellung gezeigt. Dort sind auch die zuvor im Pergamonmuseum präsentierten Skulpturen der Antikensammlung zu sehen. Im Obergeschoss wird seit 2010 eine exquisite Auswahl der etruskischen und römischen Kunst ausgestellt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1830 war das Alte Museum für „alle Kunstsammlungen“ gedacht. Es wurden Werke der Antikensammlung, der Gemäldegalerie und des Münzkabinetts ausgestellt. Ab 1904 beherbergte das Haus nur mehr die Antikensammlung. Ab 1966 diente es als Museum für DDR-Gegenwartskunst. Seit der Wiedervereinigung zog nach und nach wieder die Antikensammlung in das Alte Museum ein. 1998 kehrten mit dem „Antiquarium“ die Kleinkunst-Bestände der Antikensammlung aus den getrennten Standorten in Charlottenburg und dem Pergamonmuseum an den historischen Ort zurück. Im Obergeschoss des Alten Museums fanden zahlreiche vielbeachtete Sonderausstellungen statt. Für eine Interimszeit von 2005 bis 2009 war dort außerdem die Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung mit der Büste der Nofretete zu sehen.

König Friedrich Wilhelm III. beauftragte im Jahr 1810 Wilhelm von Humboldt damit, in Berlin eine öffentliche gut gewählte Kunstsammlung anzulegen. Das nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Königliche Museum, das heutige Alte Museum, wurde 1830 am Lustgarten eröffnet. Es fügte dem offenen Rechteck aus Politik (Berliner Schloss), Militär (Zeughaus) und Kirche (Berliner Dom) als viertes Element die Kunst hinzu. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs brannte das Alte Museum fast völlig aus. Von 1958 bis 1966 wurde es restauriert. Das Haus diente bis zur Wende als Museum für DDR-Gegenwartskunst.

Adresse: Am Lustgarten 1 in 10117 Berlin

Sonstige Informationen

Der Eintrittspreis / der Tages-Pass wird pro Person berechnet.

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Neues Museum

Über sechzig Jahre Kriegsruine
Das Neue Museum wurde 2009 als drittes Haus auf der Museumsinsel wiedereröffnet. Damit sind zum ersten Mal seit 1939 wieder alle fünf Ausstellungshäuser für das Publikum geöffnet. David Chipperfield Architects sanierte das im Zweiten Weltkrieg beschädigte und teilweise zerstörte Neue Museum, nachdem Teile des Inneren über 60 Jahre lang als Kriegsruine Wind und Wetter ausgesetzt waren. Dabei arbeitete das Architekturbüro nach dem gemeinsam mit dem Restaurierungsarchitekten Julian Harrap entwickelten Konzept der ergänzenden Wiederherstellung. Das Neue Museum erhielt seit seiner Wiedereröffnung zahlreiche Preise.
Errichtet wurde das Neue Museum ab 1843 nach Plänen des Architekten Friedrich August Stüler. 1859 wurde es erstmals eröffnet. Es war der erste Bau der 1841 von Friedrich Wilhelm IV. konzipierten „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ und nach dem Alten Museum das zweite Gebäude auf der heutigen Museumsinsel. Das Neue Museum beherbergt heute das Ägyptische Museum und Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie ausgewählte Objekte der Antikensammlung.

Das Neue Museum beherbergt heute zwei Sammlungen, die auch schon bei der ersten Eröffnung des Hauses gezeigt wurden: das Ägyptische Museum und Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Die Präsentation wird ergänzt durch Objekte der Antikensammlung. Zu den in der Vergangenheit im Neuen Museum vertretenen Sammlungen zählten neben der „Abteilung für Altägypten“ und jener für „Vaterländische Altertümer“ auch die Abteilung für Völkerkunde, die Abgusssammlung antiker Kunst, die Graphische Sammlung und die Architektursammlung. Die ursprüngliche Ausstattung der Innenräume nahm auf die Präsentationen Bezug. Sie wurden von Künstlern des Spätklassizismus und Historismus gestaltet. Bei der Generalsanierung wurde das Konzept der ergänzenden Wiederherstellung auch auf die sehr unterschiedlich erhaltene Dekoration der Innenräume angewandt.

Das von Friedrich August Stüler entworfene Neue Museum wurde 1859 eröffnet. Es bot als erstes Museum drei Ausstellungsebenen. Sie waren beiderseits des monumentalen Treppenhauses angeordnet. Bautechniken wie die Pfahlrostgründung oder der Einsatz von Leichtbauziegeln und Eisenguss-Fertigteilen erschlossen ein zur damaligen Zeit technisches Neuland. Über ein Brückenbauwerk war das Haus mit dem Alten Museum verbunden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile des Neuen Museums von Bomben zerstört. In der DDR-Zeit war mehrfach geplant, die Ruine abzureißen, bis 1985 schließlich der Wiederaufbau beschlossen wurde.

Adresse: Bodestraße 1-3 in 10178 Berlin

Sonstige Informationen

Der Eintrittspreis / der Tages-Pass wird pro Person berechnet.

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Pergamonmuseum

Der Besuchermagnet
Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern ist das Pergamonmuseum eines der bestbesuchten Museen Berlins. Das von Alfred Messel entworfene Bauwerk wurde als letztes der fünf Häuser auf der Museumsinsel im Jahr 1930 eröffnet.
Im Zuge der Grundinstandsetzung und Weiterentwicklung nach den Plänen des Architekten O.M. Ungers wird das Pergamonmuseum einen vierten Flügel erhalten. Damit werden künftig die monumentalen Architekturexponate Ägyptens, Vorderasiens, Griechenlands, Roms und des islamischen Kulturraumes in einem einzigartigen Rundgang erlebbar sein. Die Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hauses wird in mehreren Abschnitten erfolgen, damit es zu keinem Zeitpunkt komplett für Besucherinnen und Besucher geschlossen werden muss.
Durch ein neues Zugangskonzept wird das Pergamonmuseum in den Gesamtorganismus der Museumsinsel integriert. Voraussichtlich ab 2025/26 wird das Pergamonmuseum wieder komplett für das Publikum zugänglich sein.

Im Pergamonmuseum sind Teile der Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst und das Vorderasiatische Museum beheimatet. Ihre Objekte werden auch künftig dort zu sehen sein. Nach Beendigung der Generalsanierung wird in dem Haus zusätzlich die monumentale Architektur des Ägyptischen Museums präsentiert werden. Das Pergamonmuseum wird dabei inhaltlich klar strukturiert: Jede Sammlung, inklusive der zu ihr gehörenden Architekturexponate, wird in einem der Flügel gezeigt. Damit wird auf einer Ausstellungsebene der Rundgang Antike Architekturen geschaffen. Bei der Eröffnung im Jahr 1930 teilten sich vier Museen das damals neue Ausstellungshaus: das Deutsche Museum im Nordflügel, das Pergamonmuseum (Antikenabteilung) im Mittelbau sowie das Vorderasiatische und das Islamische Museum im Südflügel. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Sammlungen zerstört und zahlreiche Objekte, so auch die Friesplatten des Pergamonaltars, in die Sowjetunion verbracht. Seit 1953 wurden einzelne Museumsräume eröffnet. Aber erst nachdem 1958/59 der größte Teil der beschlagnahmten Stücke zurückgekehrt war, wurden wieder alle Schauräume des Hauses zugänglich. Anstelle des Deutschen Museums fanden nun im Nordflügel die Antikensammlung, das Ostasiatische Museum und das Museum für Volkskunde ihren Platz.

Als letzter der fünf Bauten der Museumsinsel wurde 1930 das Pergamonmuseum eröffnet. Der ab 1906 von Alfred Messel entworfene Bau wurde nach dessen Tod von Ludwig Hoffmann unter schwierigsten finanziellen, kulturpolitischen und bautechnischen Bedingungen ausgeführt. Der damals geplante vierte Flügel am Kupfergraben und der Portikus im zentralen Forum wurden nicht realisiert. Durch sein einzigartiges Ausstellungsprogramm wurde das Pergamonmuseum schnell zu einem der bestbesuchten Museen Berlins. 1945 beschädigten Luftangriffe das Pergamonmuseum schwer. Von 1948 bis 1959 fanden Wiederaufbaumaßnahmen statt. Für die rasch wachsenden Besucherströme entstand Anfang der 1980er Jahre ein Eingangspavillon.

Adresse: Bodestraße 1-3 in 10178 Berlin

Sonstige Informationen

Der Eintrittspreis / der Tages-Pass wird pro Person berechnet.

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